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Die Epilepsie
(im Februar 2016)

Irgendwie lässt mich das Thema Epilepsie in letzter Zeit mal wieder nicht los.
Deshalb finde ich, es ist an der Zeit, ein paar Daten zu veröffentlichen.
Zwingernamen darf und möchte ich hier nicht nennen. Ich möchte auch nicht öffentlich anklagen. Vielmehr ist es so, daß mir diese Rasse und diese Hunde sehr  am Herzen liegen. Ich möchte für den geunden Erhalt dieser Rasse  eintreten.

Wir hatten in den letzten Jahren bei verschiedenen  Züchtern im In- und Ausland epileptische Hunde zu verzeichnen. Eine Form der Epilepsie, die in vielen Fällen nicht therapierbar war und somit  einen frühen Tod einiger dieser Hunde bedeutete. Diese Würfe stammten  zum Großteil von einer bestimmten Hündin bzw. auch eines bestimmten  Rüden ab! Die Dunkelziffer liegt sicher noch höher. Denn nicht alle  Daten landen in meiner Datenbank.

Die Nachkommen der Hündin:

Im Inland:
In den Jahren 1997 - 2000: 3 Würfe dieser Hündin mit mindestens 7 erkrankten Nachkommen.
Im Jahr 2002: 1 Wurf einer Tochter mit 5 erkrankten Nachkommen.
Im Jahr 2005 - 2008: 3 Würfe einer Tochter mit mehreren erkrankten Nachkommen. Genaue Daten liegen leider nicht vor.
Im Jahr 2005: 1 Wurf einer Enkelin mit einem erkrankten Nachkommen.
Im Jahr 2009: 1 Wurf eines Urenkels mit 2 erkrankten Nachkommen.

Im Ausland:
In den Jahren 1999 - 2000: 2 Würfe einer Tochter mit insgesamt 7 erkrankten Nachkommen.
Im Jahr 2002: 1 Wurf einer Enkelin mit 2 erkrankten Nachkommen.
Im Jahr 2002: 1 Wurf einer Enkelin mit mind. einem erkrankten Nachkommen.
Im Jahr 2003: 1 Wurf einer Enkelin mit mind einem erkrankten Nachkommen.
In den Jahren 2002 - 2008: 6 Würfe eines Sohnes mit mindestens 4 erkrankten Nachkommen.
Im Jahr 2008: 1 Wurf einer Enkelin mit 2 erkrankten Nachkommen.
Im Jahr 2011: 1 Wurf einer Enkelin mit einem erkrankten Nachkommen.

Die Nachkommen des Rüden:

In den Jahren 1999 - 2003: 8 Würfe dieses Rüden mit mindestens 12 erkrankten Nachkommen.

Im Inland:
Im Jahr 2002: 1 Wurf einer Tochter mit 5 erkrankten Nachkommen.
In den Jahren 2004 & 2005: 2 Würfe einer Tochter mit mind. 3 erkrankten Nachkommen.

Im Ausland:
In den Jahren 2000 - 2008: 6 Würfe eines Sohnes mit mind. 4 erkrankten Nachkommen.
Im Jahr 2002: 1 Wurf einer Enkelin mit mind. einem erkrankten Nachkommen.
Im Jahr 2003: 1 Wurf einer Enkelin mit mind. einem erkrankten Nachkommen.
Im Jahr 2003: 1 Wurf einer Tochter mit einem erkrankten Nachkommen.
Im Jahr 2006: 1 Wurf einer Enkelin mit einem erkrankten Nachkommen.


Damit möchte ich es mal belassen. Seither tauchen tatsächlich nur noch vereinzelt erkrankte Hunde auf. Achtete man in den vergangen Jahren sehr darauf, die Linien des Rüden und der Hündin nicht zu kreuzen bzw. Inzucht in diese beiden Hunde zu vermeiden.
Die Zeit lässt solche Daten vergessen? Oder warum fängt man nun wieder an Ur- bzw Ururenkel dieser Hunde aus genau diesen beiden Linien zu kreuzen bzw Inzucht in  diese Linien zu betreiben? Ich lasse diese beiden Sätze einfachmal unkommentiert stehen.

 

Allgemeine Infos zu Erbkrankheiten:
Erbkrankheiten gibt es viele. Die wohl bekanntesten sind die HD, die ED, die  Patellaluxation und verschiedene Augenerkrankungen. Die  Ellenbogendysplasie, die Patellaluxation sowie Augenerkrankungen stellen bei unseren Serras bisher kein Problem dar. Dennoch lassen wir unsere  Hündinnen auf diese Erkrankungen untersuchen. Ein nicht vorhandenes  Problem muss nicht erst zu einem werden, bevor entsprechende Selektion  betrieben wird. Ich habe abgeschlossene Ausbildungen zur  Hundephysiotherapeutin und tiermedizinischen Fachangestellten. Es liegt  somit nahe, dass ich hier einen kleinen und hoffentlich auch für Laien  verständlichen Überblick über die Hüftgelenksdysplasie sowie über die  Ellenbogendysplasie geben möchte. Auch gibt es vereinzelt Serras, die  unter Krampfanfällen leiden. Weitläufig als Epilepsie bezeichnet. Die Ursache für diese Krämpfe ist bei unseren Serras allerdings noch nicht vollständig erforscht. Aktuell läuft an der Uni Bern eine Studie hierzu. Für diese Krämpfe können neben den elektrischen Entladungen des  Großhirns auch andere Faktoren wie z.B. Schlafentzug, Blutzuckermangel,  Dehydrierung, elektrolytische Abnormalitäten (Hyponatremia,  Hypocalcemia, Hypomagnesiämie, Hyperkalzämie, Hyperlipoproteinämie),  Schilddrüsenerkrankungen ja sogar Futtermittelallergien verantwortlich  sein.

Wir sind bestrebt gesunde Hunde zu züchten. Um dies zu erreichen, ist es  für jeden Züchter wichtig zu wissen, welche Gene vererbt werden. Denn  auch ein gesunder Hund kann Träger verschiedener Erbkrankheiten sein.  Für die Zuchtwertschätzung einer Hündin bzw. eines Deckrüden ist es  daher sehr wichtig zu wissen, ob gesunde, wesensfeste und im  Erscheinungsbild rassetypische Nachkommen geboren werden. Daher die  Bitte an alle Welpenkäufer: Laßt eure Hunde von einem guten Tierarzt auf mögliche vererbte Erkrankungen untersuchen. Für das Röntgen von Hüfte  und Ellenbogen muß ein Mindestalter von 15 Monaten beachtet werden.  Sollten irgendwelche erblich bedingten Erkrankungen diagnostiziert werden, bitten wir um Rückmeldung. Nur so können wir eine entsprechende  Zuchtselektion vornehmen.

Wir sind zudem natürlich gerne bereit, betroffenen Familien mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. Nichts ist schlimmer, als einen kranken Hund zu  haben und bei seinem Züchter diesbezüglich auf taube Ohren zu stoßen.  Uns ist der weitere Lebensweg unserer Welpen sehr wichtig und wir freuen uns auch noch nach Jahren von ihnen zu hören.

 

Weitere Infos und ausführliche Erläuterungen zu den Erkrankungen finden Sie unter folgenden Links:

HD & ED

Infoseite zum Thema Krampfanfälle
Epilepsie

Epilepsie des Hundes - von der Klinik bis zur Genetik
VDH Seminar vom 18.03.2017 in Dortmund

Epilepsie Seminar